Die " lange Form " ist ein eigenständiger Begriff. Damit wird automatisch eine ganz bestimmte Anzahl von Bewegungen verbunden. Die eigentliche Zählweise ist allerdings unterschiedlich. So zählen viele nur 85 Figuren - andere sogar 108.. Aber der Ablauf ist imme der gleiche.
Auf dem folgenden Video sieht man eine sehr moderne Version, bei der viele Übergänge schwungvoll ausgeführt werden.
Die Betonung der Bewegungen liegt hier fast nur in den Armen. Die Schultergelenke werden optimal durchgewegt.
Beim nächsten Video sollte man auf die Beine achten. Der Stand ist hier viel tiefer und kraftvoller. Die Bewegungen drücken mehr Stabilität aus.
So kann man unterschiedliche Themenbereich innerhalb der gleichen Form üben. Allerdings bringt dies die Anfäger immer wieder aus dem Gleichgewicht. Die Fragen lauten dann: Was ist denn nun richtig? Die Antwort meines Lehrers: Alles ist richtig - zu seiner Zeit und im richtigen Augenblick. Aber man sollte wissen, was man macht und warum.
Der Ursprung des Tai Chi lag im Kämpferischen. Also sollte man die Bewegungen ruhig kraftvoll ausführen. Aber die Kraft kommt nicht aus den Muskeln, sondern aus dem Qifluß. Dies ist die Theorie. Die Umsetzung in die Praxis dauert allerdings lange und erfordert viel Fleiß. Deswegen sagt man, daß man mit Tai Chi erst nach 20 Jahren gut wird.
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